Home | Rohdiamant | Verschiedene Phasen des Diamantschliffs

Verschiedene Phasen des Diamantschliffs

Die Phasen des Schliffs

Die folgenden 5 Arbeiten sind nötig, damit ein Rohdiamant zum geschliffenen Diamanten wird:

Spalten

Zersägen

Reiben

Kreuzerschliff

Polieren

Die verschiedenen Stufen der Umwandlung vom oktaedrischen Rohdiamanten (obere Reihe) und vom dodekaedrischen Rohdiamanten (untere Reihe) bis zum geschliffenen Diamanten.

Das Spalten

Das Spalten

In dieser Phase wird ein Rohdiamant in zwei Teile gespalten. Man schneidet eine Kerbe in den Diamanten, setzt eine Stahlklinge in diesen Spalt und mit einem festen Schlag auf diese Klinge wird der Stein in zwei Teile geteilt, so dass der Diamant eine zum Sägen oder Schleifen geeignete Form erhält, wobei Kristallisierungsfehler, Glas oder Sprünge, Flecken (Pikee), Einschlüsse usw. entfernt werden. Der Diamant ist in etwa mit Holz vergleichbar. Es gibt eine Richtung, in der ein Holzscheit recht leicht geteilt werden kann (parallel zur Faserrichtung des Holzes) und eine andere, (im Rechten Winkel zur Faserrichtung), in der es viel schwieriger ist, es zu teilen. Der Diamant wird somit in 4 Richtungen gespalten, die den Flächen entsprechen, die parallel zu den 8 Flächen des Oktaeders verlaufen.

Das Sägen

Das Sägen

In dieser Phase wird der Rohdiamant in zwei Stücke geschnitten, die gerieben oder geschliffen werden können. Der Vorteil dieser Phase beruht darin, dass man einen Diamanten teilen und dennoch die Spitzen der Steine beibehalten kann, was beim Spalten nicht möglich ist. Es gibt automatische Sägebänke und Lasersägeanlagen. Vorsicht bei Spannungen im Inneren des Diamanten, die den Stein während des Sägens zum Platzen bringen könnten. Das Polariskop erweist sich für diese Untersuchung als unverzichtbar. Beachten Sie, dass es etwa 2 Monate dauert, einen Rohdiamanten von mehr als 300 Karat zu sägen. Durch das Zersägen kann ein Diamant auf einer nicht spaltbaren Kristallisationsebene zerteilt werden. Oktaeder, Dodekaeder und Kubus eignen sich hervorragend für das Zersägen. Heute gibt es eine Vielzahl von Maschinen für das Zersägen: mit Trennscheibe oder mit Laser, automatisch oder manuell.

Das Reiben

Das Reiben

In dieser Phase wird der Außenrand des Diamanten geformt, bevor er in Facetten geschliffen wird Diese Arbeit findet direkt vor dem Schleifen statt. Mit ihr kann eine Rohfassung der Form vorbereitet werden, die man erhalten möchte. Der Schleifer muss daher die Rondiste in Form bringen, dabei muss sie im Rechten Winkel zur Tafel sein. Auch kann er die Kalette vorbereiten, indem er das überschüssige Material entfernt. Für diese Aufgabe verwendet man die Reibemaschine, die man mit einer mechanischen Präzisiondrehbank vergleichen kann. Es gibt zwei Arten von Reibemaschinen: solche mit einer und solche mit 2 Achsen. Letztere wird insbesondere für kleine Steine verwendet. Der Diamant, der gerieben werden soll, wird mit einem speziellen Zement auf einem Reibstab befestigt. Anschließend reibt der Schleifer den Diamanten, der sich auf dem Reibstab befindet, vorsichtig an einem anderen Diamanten, der wiederum auf einem Spannfutter montiert ist. Dieser Diamant wiederum, der sogenannte "Scherp" hat einen geringeren Wert, muss aber sehr hart sein. Durch das Reiben werden die Kanten des Steines abgerundet und der Stein nähert sich der doppelten Kegelform des Brillanten.

Der Kreuzerschliff

Der Kreuzerschliff

In dieser Phase werden die Facetten des Steins gestaltet. Hierfür sind sehr viel Erfahrung und Fingerfertigkeit erforderlich. Im Allgemeinen wird ein Brillant von verschiedenen Personen geschliffen. einem Kreuzerschleifer (dieser schleift die Tafel, die 4 Hauptfacetten der Krone und der Kalette), eventuell vom 8/8-Schleifer und schließlich vom Polierer. Der Diamant, der facettiert werden soll, wird mit einer Zange, der Doppe, gehalten und gegen eine Stahlplatte (oder Scheibe) gedrückt, die mit Diamantstaub überzogen ist (ca. 1 Karat). Der Diamantstaub ist mit einem Kleber aufgebracht worden, der den Staub beim Trocknen perfekt auf der Scheibe haften lässt. Die Scheibe dreht sich im Allgemeinen mit 3000 bis 4000 Umdrehungen pro Minute. Gelegentlich können auch Nassscheiben verwendet werden, die mit einer Mischung aus Diamantstaub und Öl überzogen sind. Im Fachhandel gibt es zahlreiche Facettiergeräte: sowohl manuelle als auch automatische. Der Computer hält immer weiter Einzug in die Branche. Mit ihm kann man auf dem Bildschirm die verschiedenen Phasen der Verarbeitung vom Rohdiamanten bis zum geschliffenen Diamanten darstellen. Der Computer kann dabei festlegen, welche Maximalabmessungen man aus dem Rohdiamanten erhalten kann. Er kann auch die Einschlüsse des Steins berücksichtigen. Er ist heutzutage ein wertvolles Werkzeug für den Diamantär und unterstützt ihn bei der Wahl, um den im Laufe des Schliffs entstehenden Gewichtsverlust auf ein Minimum zu reduzieren.

Das Polieren

Diese letzte Phase geschieht auf der gleichen Scheibe wie das Facettieren, jedoch in einer anderen Zone. Die Scheibe ist mit einem weniger harten Schleifmittel beschichtet und der Diamant wird mit jeder einzelnen Facette auf dieser Scheibe gerieben, bis das Polieren abgeschlossen ist.

Copyright @ 2017 Diamanten Infos. Alle Rechte vorbehalten.
Newsletters

Kurs der Edelmetalle
Gold
1 103,00 €
Down
Palladium
858,00 €
Up
Platin
801,00 €
Up
Silber
15,00 €
Down
Währungen & Steuern
GIA: Gemological Institute of America     HRD     IGI: International Gemological Institute     AGS Laboratories
EC-Karte     Visa     American Express     MasterCard     CB     Paypal     Fedex