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Geologie des Diamanten

Die Entstehung in der Erde

Damit der Kohlenstoff kristallisiert und zum Diamanten wird, ist viel Energie erforderlich. Es ist eine thermodynamisch stabile Phase nötig, in der mehrere zehntausende Atmosphären Druck und eine Temperatur von mehr als 1000 Grad auf den Kohlenstoff wirken. Auch der Faktor Zeit ist wesentlich: Die Kristalle bilden sich nicht sogleich, sondern wachsen - jedes Atomgitter fügt sich an das vorhergehende.

Eine echte vulkanische Geburt: Bevor der Diamant von Rieselwässern in Flussbetten befördert wird (Markierung 1 in der Abbildung unten), muss der Diamant aus dem Inneren der Erde hervorkommen. Die Eruption von vulkanischem Gestein(Markierung 2) mit der fantastischen Geschwindigkeit von mindestens Mach 2 hat eine Röhre (Pipe) in Form eines umgekehrten Kegels (Markierung 3) gebildet. Darin befinden sich Diamanten, die aus der Tiefe (zwischen 150 und 300 km), wo sie sich gebildet haben, in den Oberen Erdmantel (Markierung 4) herausgeschleudert werden. Die Pipe wird im Laufe der Zeit durch Erosion abgetragen. Bei diesem Modell hatte sie bei ihrer Entstehung vor einigen hundert Millionen Jahren eine Länge von 2,4 km. Heute hat sie nur noch eine Länge von einem Kilometer. Diese Pipes werden als kimberlitisch bezeichnet, weil sie in der Nähe von Kimberley in Südafrika entdeckt wurden.

Die Geologie des Diamanten

Die Entstehung in den Meteoriten

In Arizona und am Südpol sind metallische Meteoriten entdeckt worden, in denen winzige Diamantenkristalle eingeschlossen waren.

Im Jahre 2004 hat das Harvard-Smithsonian Center die Entdeckung einer kristallisierten Kohlenstoff-Masse bekanntgegeben, die Stern BPM 37093 genannt wurde.

Dies ist der größte bekannte Diamant in der Galaxie und befindet sich im Sternbild Centaurus.

Dieser Diamant wiegt annähernd 10.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Karat - eine 1 mit 34 Nullen.

Weitere Informationen erhalten Sie durch Klick auf diesen Link 10 Billion-Trillion-Trillion-Carat Diamond Found in Space (Artikel in engl. Sprache).

Die verschiedenen Arten von Lagerstätten

Primär-Lagerstätten

Pipe de diamant

Die Primär-Lagerstätten setzen sich aus Pipes und Dykes (Deichen) zusammen, die aus Kimberlit- oder Lamproit-Gestein bestehen.

Die Diamanten sind durch Eruptivgestein transportiert worden, haben Breckzien in Form umgekehrter schmaler Kegel mitgenommen (eine Pipe, die sich unter der Oberfläche mehr als 2 km erstrecken kann) und werden im Laufe einer terrestrischen Explosion mit sehr hoher Geschwindigkeit an die Oberfläche befördert.

Sekundär-Lagerstätten

Die Sekundärlagerstätten haben sich im Laufe der Jahre entwickelt. Die vulkanischen Kamine wurden durch Bestandteile der atmosphärische Wirkungskräfte abgetragen und haben das Kimberlit-Gestein verändert und weicher gemacht.

Aufgrund der Witterungseinflüsse konnten die Diamanten sich lösen und sind von den Rieselwässern, den Bächen und Flüssen mitgenommen worden und haben sich in deren Flussbetten verteilt.

Die Entfernung, die sie auf diese Weise zurückgelegt haben, variiert sehr stark, kann aber beträchtlich sein.

Bisweilen sind sie bis an die Strände und auf den Grund des Meeres befördert worden.

Karte der Diamantenlagerstätten

Karte der Diamantenlagerstätten
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