
Damit der Kohlenstoff kristallisiert und zum Diamanten wird, ist viel Energie erforderlich. Es ist eine thermodynamisch
stabile Phase nötig, in der mehrere zehntausende Atmosphären Druck und eine Temperatur von mehr als 1000 Grad auf den Kohlenstoff wirken.
Auch der Faktor Zeit ist wesentlich: Die Kristalle bilden sich nicht sogleich, sondern
wachsen - jedes Atomgitter fügt sich an das vorhergehende.
Eine echte vulkanische Geburt: Bevor der Diamant von Rieselwässern in Flussbetten befördert wird (Markierung 1 in der
Abbildung unten), muss der Diamant aus dem Inneren der Erde hervorkommen. Die Eruption von vulkanischem Gestein(Markierung 2) mit der fantastischen
Geschwindigkeit von mindestens Mach 2 hat eine Röhre (Pipe) in Form eines umgekehrten Kegels (Markierung 3) gebildet. Darin befinden sich Diamanten,
die aus der Tiefe (zwischen 150 und 300 km), wo sie sich gebildet haben, in den Oberen Erdmantel (Markierung 4) herausgeschleudert werden. Die
Pipe wird im Laufe der Zeit durch Erosion abgetragen. Bei diesem Modell hatte sie bei ihrer Entstehung vor einigen hundert Millionen Jahren
eine Länge von 2,4 km. Heute hat sie nur noch eine Länge von einem Kilometer. Diese Pipes werden als kimberlitisch bezeichnet, weil sie in der Nähe
von Kimberley in Südafrika entdeckt wurden.

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